Story

Königreich Andergast

Andergast ist ein kleines, dünn besiedeltes Königreich im Nordwesten des aventurischen Kontinents. Die Landschaft ist vor allem von dichten Wäldern geprägt, die im Umland vereinzelter Siedlungen von Weiden und Feldern durchsetzt sind. In dieser Wildnis harrt eine Reihe von Gefahren und Geheimnissen der Entdeckung durch mutige und neugierige Helden.

Neben Goblin-Dörfern, vereinzelten Orks und herumziehenden Räuberbanden finden sich hier auch Wald- und Wassergeister sowie magische Besonderheiten.
Andergast ist für seine ewige Feindschaft zum benachbarten Nostria bekannt, mit dem es unzählige Kriege stritt. Das Königreich betreibt wie Nostria staatliche Geschichtsfälschung. Technologisch liegt Andergast hinter dem restlichen Aventurien zurück.

Armut zwingt die Menschen zu Sparsamkeit. Nichts, was sich noch einmal verwenden ließe, und sei es nur als Flickzeug oder Brennmaterial, wird weggeworfen. Ungern wird der Andergaster jedoch auf diese Notlage angesprochen, und Spott verträgt er schlecht. Denn trotz allem ist er stolz auf sein Land und die Leistungen seiner Vorfahren. So haben sich über die Jahrhunderte auch seltsame Sitten und Rechtsbräuche erhalten. Vorurteile gegenüber Fremden, Aberglaube und Schildbürgertum sind weit verbreitet.

Der Andergaster Adlige ist in der Regel Waldbauer. Prächtige Schweineherde sind in dem ländlichen Königreich das Statussymbol der Mächtigen und verwandeln die Früchte der berühmten Steineichen in würzige Schinken. Bemerkenswert ist der "versippte" Adel: Seit Generationen sorgen die Adligen dafür, dass jede wichtige Position in Andergast von einem Mitglied ihrer Familie besetzt wird. Die Adligen des Landes stellen auch die traditionellen, konservativen Ritter, für die Andergast bekannt ist.

Vom Mittelreich werden die hinterwäldlerischen Andergaster traditionell belächelt. Abseits von dem zentralen Großreich fristet das kleine Königreich ein Randdasein und ist das Synonym für Rückständigkeit. In Wahrheit sind die Andergaster alles andere als lächerlich. Sie haben Generationen für Generationen unter widrigsten Bedingungen überlebt.

Der König von Andergast, Efferdan I. Zornbold, regiert in einer streng männerdominierenden Monarchie, wobei ihm der Rat der Recken zur Beratung zur Verfügung steht. Die konservativen Kräfte stehen dem König jedoch misstrauisch gegenüber, da er kein gebürtiger Andergaster ist und seit einiger Zeit versucht, das Land zu modernisieren.