Geron

Geron

Der junge Fallensteller Geron führt kein leichtes Leben, seit ein Seher ihm einst bei seiner Hinrichtung vorausgesagt hat, er werde "das Ende bringen". Diese dunkle Prophezeiung lastet seitdem schwer auf dem Jungen, und die Andergaster begegnen ihm mit Misstrauen. In seiner Umgebung geschähen merkwürdige Dinge, heißt es: Krüge zerbrechen, Lichter gehen aus, Ungeschicke passieren.

Mit allen Mitteln versucht Geron, sein dunkles Schicksal zu widerlegen. Doch bislang ist er mit all seinen Versuchen gescheitert. Was auch immer er bislang versuchte, endete in einem Desaster – Geron scheint das Unheil förmlich anzuziehen. Nun, da eine seltsame Krähenplage die Landstriche heimsucht, sieht Geron endlich die Chance gekommen, sich zu beweisen und seinen Ruf wieder herzustellen. Doch muss er hierzu erst einmal die Aufmerksamkeit des Königs erlangen.
Gwinnling

Gwinnling

Schon immer war Gwinnling ein Außenseiter und Misanthrop. Die Menschen waren ihm unverständlich, und so zog er sich als Jäger in die Einsamkeit der Wildnis zurück. Dort fand er auch das Versteck des finsteren Sehers und führte eine Gruppe von Helden dorthin.

Der Gruppe gelang es so, den Seher zu überwältigen und ihn nach Andergast zu bringen, wo er verbrannt werden sollte. Gwinnling wohnte der Verbrennung des Sehers bei und bekam mit, wie dieser auf ein Waisenkind mit pechschwarzen Haaren und Augen zeigte, das der Hinrichtung zusah. Er nahm das Kind Geron bei sich auf und bildete es zum Vogelfänger aus.
Der Seher

Der Seher

Der Seher war eine dunkle Gestalt, die nicht nur in Andergast als Bote von Unheil berüchtigt war. Selbst bis in fernste Reiche brachte er seine finsteren Prophezeiungen. Niemand kannte seinen Namen und so wurde Zeit seines Lebens und selbst nach seinem Tode vieles, allerdings nur unter äußerster Vorsicht, über ihn berichtet. Es wird gesagt, er sei ein Druide, ein Hexer, ein Feenwesen oder gar ein allwissender Halbgott gewesen.

Vor dreizehn Jahren rief der König von Andergast zur Verfolgung des Sehers auf. Nach seiner Ergreifung wurde dieser dem schrecklichen Feuertod preisgegeben. Seither befürchten viele Einwohner Andergasts, sie hätten durch diese Tat einen Fluch des Sehers über ihre Stadt beschworen.
Efferdan I. Zornbold

Efferdan I. Zornbold, König von Andergast

Efferdan der Jüngere von Hussbek-Galahan heiratete als Sohn eines verbannten, horasischen Barons die älteste Tochter des alten Andergaster Königs. Nach den Thronfolgewirren im Jahr 1022 BF wurde er unerwartet selbst zum Herrscher über Andergast.

Alle Versuche Efferdans, das Land grundlegend zu reformieren und nach dem Vorbild seiner horasischen Heimat umzugestalten, scheiterten an der Leere des Staatssäckels und dem Widerstand des alteingesessenen Adels. Allmählich wächst in ihm die Einsicht, dass nicht alles einer Änderung bedarf, was auf den ersten Blick rückständig erscheint, und beginnt, das Land mit anderen Augen zu sehen.

Dennoch möchte er dazu beitragen, den bereits seit Jahrhunderten andauernden Zwist mit dem benachbarten Königreich Nostria zu beenden. Aus diesem Grund lädt er die nostrische Königin Yolande II. zum Staatsbesuch nach Andergast ein. Doch die Krähenplage, die sich bereits auf die königlichen Gemächer der Burg ausgeweitet hat, droht seine Bemühungen zu gefährden.
Nuri

Nuri

Welche Geheimnisse umgeben die rätselhafte Nuri? Auf der Suche nach einem Ausweg aus der Krähenplage, schickt Gerons Ziehvater Gwinnling den jungen Fallensteller los, die weltfremde Frau zu finden und zu ihm zu bringen. Doch wie es scheint, ist Geron nicht der Einzige, der sich für Nuri interessiert.

Schon bald zwingen finsteren Machenschaften rund um die Rückkehr des Sehers die beiden dazu, das ländliche Andergast zu verlassen und eine gefährliche Reise quer durch das nördliche Aventurien anzutreten.